Eigentlich wollte ich ja einen Artikel, über die neuen Air2.0 (Athena) Features schreiben, aber dieses Video erzählt das alles ausführlicher, als ich das an dieser Stelle könnte.
http://tv.adobe.com/watch/max-2009-develop/whats-coming-in-adobe-air-2-/
Anstatt also über Air zu philosophieren (glaubt mir, ich mache nichts lieber) spreche ich lieber etwas über „Flash Catalyst“…
Am Ende des Artikels, seht ihre eine kleine Ansammlung an Fragen, die ich mir selbst gestellt habe um (hoffe ich) das Wichtigste zu klären.
Was ist Flash-Catalyst?
Flash Catalyst ist ein neues Programm von Adobe, welches sich zurzeit in der „Beta2“ befindet. Das Ziel dieses Programms ist es, laut Adobe, den Workflow zwischen Designern und Programmierern zu verbessern.
Gesagt sei noch, dass sich Catalyst dabei auf Online/Offline-Anwendungen (Air/Flex) konzentriert und für reine Flashseiten etc. eher ungeeignet ist.
Wie funktioniert das?
Der Designer erstellt das Layout/GUI für eine Anwendung, wie gewohnt, in Photoshop, Fireworks oder Illustrator. Nach Beenden seiner Arbeit, öffnet er das Design in FlashCatalyst und kann damit beginnen einzelne Formen, Felder etc. in Flex-Komponenten umzuwandeln. Aus einem Rechteck wird dann beispielsweise ein TextinPutFeld, eine Scrollbar usw.
Hat man seine Elemente erfolgreich umgewandelt, kann man sie einfach und vor allem sehr komfortabel skinnen. Die verschiedenen States der Komponenten sind dabei immer Standardgemäß vorhanden. – Sehr praktisch.
Ist auch dieser Schritt vollzogen, lassen sich noch Animationen in einer spezifischen zeitleiste erstellen. Beispielsweise „smoothe“ Übergänge zwischen den verschiedenen States, die die Applikation haben soll.
Ist das alles fertig, kann der Developer das Projekt im Flashbuilder öffnen und damit beginnen Feinheiten einzufügen. Oder anders ausgedrückt: Er kann endlich drauf los programmieren, Services integrieren, Abhängigkeiten einbauen etc.
Ergebnis:
Der Designer kann sich die Applikation so bauen (gestalten, animieren) wie er es sich bei der Konzeption gedacht hat. (Die Zeitleiste ist wirklich kinderleicht zu bedienen, sodass das wirklich jeder Grafiker hinbekommen sollte.
)
Der Programmierer hingegen kann sich zu 100% auf die Implementation von Services, Datenbanken, Abhängigkeiten und Co. Konzentrieren. (Das animieren macht aber eigentlich so viel Spaß, dass das sicher der ein oder andere Programmierer auch mit übernehmen würde )
Wichtige Fragen:
Das ist ja ein schöner Werbetext, aber funktioniert es wirklich?
Man muss klar sagen, dass sich das Teil noch in der Beta befindet. Sprich: Seltsame Ereignisse, Bugs, Ungereimtheiten etc. sind an der Tages- bzw. Stundenordnung. Davon abgesehen funktioniert der „Workflow“ schon erstaunlich gut und eingängig. (Man muss natürlich den Willen haben, diese neue Art des Arbeitens zu akzeptieren – was wohl gerade für etwas ältere Menschen ein Problem darstellen dürfte)
Was erscheint Flash Catalyst offiziell?
Soweit ich gelesen habe, soll der Release im 1. Quartal 2010 stattfinden.
Kann man innerhalb von Catalyst programmieren?
Es ist möglich in eine Code-View zu schalten, um sich den erzeugten Code anzusehen.
Diesen zu ändern ist allerdings (bisher) nicht möglich. Derzeit ist die Aussage von Adobe zu diesem Thema grob „Damit der Code definitiv „richtig / konform“ ist, lassen wir die Leute nicht drin herum fuschen.“ – Ich find’s zweifelhaft, aber mal sehen was da noch so kommt.
Das Projekt wurde in den Flashbuilder importiert, was wenn sich nachträglich was ändert?
Selbst habe ich das bisher noch nicht getestet, allerdings in einem Video gesehen, wie sich Adobe diesem Problem stellt. Man muss das „Update“ einfach auch in den Flashbuilder importieren. Dieser erkennt dann automatisch, dass es sich um ein Update handelt und zeigt die „neuen“ Stellen automatisch dar. (In einer Art Debugger-Ansicht mit 2 Fenstern)
Sollte sich die ganze Applikation drastisch ändern, wird man höchstwahrscheinlich ein komplett neues Projekt anlegen müssen, was aber ja durchaus logisch ist.
Ich will Catalyst als „Skinning-Tool“ benutzen, ist das möglich?
JA!
Es ist möglich, einzelne geskinnte Komponenten aus Flash-Catalyst zu exportieren und in das eigene Flashbuilder Projekt einzufügen. Sprich der Developer kann wie gewohnt seine Architektur beibehalten und muss sich nicht den Vorgaben von Catalyst beugen.
(Für schnelle Wireframes/Funprojekten kann man aber ruhig darauf zurückgreifen.)
#1 von roulett am 7. März 2010 - 21:51
Super Artikel, jetzt muss ich nur noch jemanden finden der Ahnung davon hat und mir das ganze nochmal im Detail erklären kann.