So… Weiter geht’s mit Teil2!
Vorteile / Nachteile:
Air hat viele Vorteile, der wichtigste ist wohl, dass ein Flash, Java oder Html – Entwickler ohne große Probleme / Umgewöhnungen voll funktionstüchtige Desktopapplikationen entwickeln kann. Was in Programmiersprachen ala c# mehrere Tage in Anspruch nehmen kann, ist in Air innerhalb weniger Minuten gelöst. Natürlich muss man fairerweise sagen, dass die Möglichkeiten um auf das System zuzugreifen noch in den Kinderschuhen stecken, aber bereits recht ordentliche Ergebnisse möglich machen.
Was ich persönlich ebenfalls extrem genial finde, ist das Air auf Mac, Windows und Linux ohne große Anpassungen läuft und 100% funktioniert. Zusammengefasst ist Air eine perfekte Möglichkeit ansprechende Applikationen zu bauen, die man leicht verbreiten/ergänzen kann und trotzdem technisch einiges zu bieten haben.
Der größte Nachteil von Adobe Air ist wohl, die Verbreitung der Runtime und somit der eingeschränkten Zielgruppe. Dazu gehe ich am Ende des Artikels aber nochmal detaillierter ein.
RIA’s im B2C:
B2C… Jeder hat es wohl schon mal gelesen, aber was bedeutet dieser Ausdruck eigentlich genau? „Stumpf“ überbesetzt, bedeutet es „Business to Consumer“. Übersetzt steht es also für die Kommunikation von Firma zu Endkunden/Privatperson. Wie lassen sich RIA’S hier nutzen? Mir sind im Laufe der Zeit einige Dinge eingefallen/aufgefallen die sich prima durch eine AIR-Anwendung lösen lassen würden. Konkrete Beispiele will ich hier aber nicht nennen, dass gibt’s dann im B2C-Bereich.
Wie weiter oben bereits erwähnt, sollen RIA’s dem Benutzer neue Features und/oder ein neues Feeling geben. Egal ob man schnell ein Foto per Drag-and-Drop auf FlickR hochladen möchte oder seine neusten Twitter-News empfangen will – Alles ist möglich und sollte heutzutage auch möglich sein.
Auch in der Vermarktung neuer Produkte eignen sich RIA’s perfekt. Täglich auf dem aktuellen Stand, 100% an das Branding der Firma angepasst und innovativ – So präsentiert sich eine gelungene RIA dem Endkunden. (Beispiele: Neue Filme, technische Produkte oder Webportale)
Ein großer Bereich den RIA’s abdecken sind „Kontroll-Mechanismen“. Zum Beispiel werden alle Ebay-Dinge bequem auf dem Desktop eingestellt und geregelt. Eine Auktion neigt sich dem Ende zu? Kein Problem! Ein PopUp später ist man wieder der Höchstbietende. J
RIA’s im B2B:
Ich mach’s kurz: Man kann seinen Kunden spezielle Analyse Tools des eigenes Produktes bieten. Ein WebspaceHoster könnte seinen Firmenkunden ein Trackingtool an die Hand geben, welches jederzeit in umfangreichen Statistiken anzeigt, wie stark die Server belastet sind. Sicher, sowas gibt es auch im Browser auf herkömmliche Art und Weise, aber mal im Ernst… Wer will sich endlose Tabellen anschauen? Richtig, niemand!
RIA’s im eigenen Unternehmen:
In einem Unternehmen (Egal welche Größe) gibt es immer wieder kleine Alltagsprobleme, die den Arbeitsfluss stören können. Fehlende Zugangsdaten? Fehlende Kontaktdaten zu Mitarbeitern? Stundenbuchungen? Urlaubstage & Termine? Rechnungen erzeugen ? Kunden managen? All das kann in einer RIA ansprechend verpackt werden und vortan als kleines Programm den Firmenalltag erleichtern und effektiver gestalten.
Selbstverständlich jederzeit durch neue Module erweiterbar… Videochat mit dem Kunden? Kein Problem… Über die einfache Möglichkeit eine AIR-Applikation zu updaten, reichen 2-4 Klicks aus und schon ist das neue Feature integriert.
Ich baue derzeit (hauptsächlich aus eigenem Interesse) eine ähnliche Applikation, die perfekt auf die Bedürfnisse von Agenturen zugeschnitten ist.
… ein kleiner Einblick…
Was ist mein Ziel mit dieser Applikation?
Ich will zeigen, wie ein kleines Programm den Alltag vereinfachen kann und in seiner Funktionalität keine Grenzen kennt.
Als Backendanbindung setze ich auf Coldfusion welches sich nahtlos in die Applikation integrieren läasst. Gleichzeitig gibt CF mir ein paar mächtige Werkzeuge an die Hand, die bei anderen Spürachen erst umständlich programmiert werden müssten. (PDF-Unterstützung ist da nur ein Beispiel)
Mein Programm soll das komplette Kunden/Mitarbeiter Management einer Agentur übernehmen und darüber hinaus alle Aufgaben bewältigen, die im Alltag anfallen:
Kontaktdaten erfassen und ausgeben, Termine/Urlaube buchen, Rechnungen schreiben/drucken, Datei/Projekte hochladen und per Webinterface überall dem Kunden zeigen uvm.
Wie man sieht, was die Applikation kann, hängt letzten Endes mit der Fantasie des Programmierers / Designern zusammen und nicht etwa mit technischen Hürden.
Zukunft:
Eigentlich kann man nicht meckern, die Technologien werden stetig ausgebaut / erweitert (Adobe beeilt euch mit Air 2.0 ! )und es entschließen sich immer mehr Leute dazu eine RIA zu installieren und sich an diese „neuen“ Produkte zu gewöhnen.
Dennoch würde ich mir gerade in Deutschland mehr Toleranz wünschen. Allerdings bin ich sicher, dass wenn erst mal ein paar große Firmen auf diesen Trend aus den USA aufgesprungen sind, die kleinen nachziehen werden.
… Hoffentlich dauert das nicht mehr so lange…
Danke für’s Lesen